Hier ein "Klassiker":
"Schatz, ich will ein Kind!"
Sie ist der Meinung, dass jetzt die richtige Zeit ist, um ein Kind zu bekommen. Er hatte andere Pläne, möchte zunächst eine Eigentumswohnung kaufen und Urlaub machen. Für den Kauf der Eigentumswohnung sind beide auf ihr Gehalt angewiesen, was im Falle einer Schwangerschaft bald wegfallen würde.
Konflikte werden hier wahrscheinlich: Beide Ziele lassen sich nicht gleichzeitig erreichen. Um einen Kompromiss zu erreichen, müssen beide (zumindest zeitweise) auf einen Teil Ihrer Wünsche verzichten.
Bei ihr hat sich möglicherweise der Wert "Familie" verschoben oder neu entwickelt. Den Wert "gemeinsame Erlebnisse" kann sie auch mit Familie leben und Urlaub können die drei dann auch gerne im Familienhotel machen.
Bei ihm stehen die Werte "Wohlstand" und "Freizeit" oder "gemeinsame Erlebnisse" an hoher Stelle. Wenn eines Tages Kinder da sind, so bietet Eigentum eine höhere finanzielle Sicherheit.
Lösungsansätze können sein:
- Die beiden machen sich ihre Werte bewusst und akzeptieren, dass sich Werte verändern und neu bilden können. Sie suchen nach einem Kompromiss, in dem sie ihre Werte bestmöglich leben können. Sie suchen vielleicht nach Möglichkeiten, eine Eigentumswohnung mit nur einem Gehalt zu kaufen und planen eine Schwangerschaft im nächsten Jahr. Und den Urlaub buchen sie gleich für den Spätsommer.
- Beide erkennen, dass sie sich verändert haben und gewähren dem anderen diesen Freiraum. Sie prüfen beide, wie sich das auf ihre Beziehung auswirkt und stellen fest, dass sie so nicht zusammen passen. Sie trennen sich im Guten.
- Sie liebt ihn und verzichtet für ihn (vorerst?) auf Kinder.
- Er liebt sie und verzichtet für Sie (vorerst?) auf die Eigentumswohnung und Urlaubsreisen.
Es geht natürlich auch anders:
Sie "vergisst" die Pille und wird schwanger. Er wird schon merken, dass er das auch wollte, wenn das Kind einmal da ist.
Er spricht sich gegen ein Kind aus und sie wird immer unglücklicher.Wie würden Sie einer solchen Herausforderung begegnen?
-tba.-